Weltjugendtag in Rio Weltumspannende Gemeinde

22.07.2013

Katholische Kirche als weltumspannende Gemeinschaft erleben durch konkrete Begegnungen im Bistum Coroata, im Zusammentreffen mit den Jugendlichen aus Ecuador, unserer Partnerkirche, oder anderen Jugendlichen, die sich aufgemacht haben nach Rio, das wünsche ich den jungen Christen.

Monsignore Wolfgang Huber ist Dompfarrer in München und Leiter der Abteilung Weltkirche des Erzbistums München und Freising (Bild: MÜnchner Kirchenzeitung)

Die Weltjugendtage sind so wertvolle Bausteine für das eigene Glaubensleben und die Gestaltung des Zusammenlebens in unserer Welt. Sie bieten eine Möglichkeit, über die Grenzen von Nationen und Ethnien hinweg das Evangelium zu leben und zu erfahren, vor allem für uns in Europa, dass es viele junge Menschen gibt, die für ihre Lebensgestaltung Maß nehmen am Vorbild Jesu Christi.

Papst Franziskus, der ja vom lateinamerikanischen Kontinent stammt, wird dabei sicher noch einmal seine eigenen Akzente setzen, die im Blick unserer Jugendlichen eine hohe Akzeptanz entfalten können. Einfach leben, Gemeinschaft pflegen und in alldem immer auf Jesus Christus schauen, das können und dürfen Motivationsschübe für das Engagement von uns Christen insbesondere in Europa sein. Das gemeinsame Gebet, die Feier der Eucharistie, die Mittelpunkt unserer christlichen Existenz ist, können wir überall auf der Welt mitfeiern, auch wenn wir die Sprache vielleicht nicht direkt verstehen. Das ist doch eine große Freude. Christen, katholische Kirche kann so real als „Global Player“ erlebt werden. Das Allumfassende wird da sichtbar.

Konkret zeigt sich dann auch unsere Solidarität, die sich in verschiedenen Projekten, die wir unterstützen, oder im Austausch von Priestern und jungen Freiwilligen manifestiert. Ich freue mich, dass die Jugendlichen mit den Gebrüdern Wasensteiner, bayerischen Missionaren aus Lenggries, in Coroata zusammentreffen und ihr Wirken kennenlernen, dass sie den ecuadorianischen Jugendlichen mit dem Bischof aus Napo im Amanzonasgebiet begegnen werden und zusammen mit unserem Weihbischof Haßlberger eine Katechese erleben. So wird katholische Kirche über die Grenzen hinweg lebendig. Diese Erfahrungen und Begegnungen können und sollen Stärkung für den Alltag in den Lebenszusammenhängen daheim sein. Im Gebet können auch wir dabei sein.

Monsignore Wolfgang Huber ist Dompfarrer in München und Leiter der Abteilung Weltkirche des Erzbistums München und Freising.


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