Ein Abenteuer- und Zukunftsroman Wenn der Westen in Turkestan verteidigt wird

02.10.2013

Berge und Schluchten so hoch und so eng, dass man bei ihrem Anblick erschrickt. Eine Ebene in der von Weitem bereits die Minarette und Kuppeln der ehemals prächtigsten Stadt der Welt leuchten: Diese fesselnde Szenerie ruft sofort Leseabenteuer mit Karl May wach. Doch „Samarkand Samarkand“ spielt im Jahr 2027.

Schwierige Mission in den Bergen (Bild: Eric Segers)

Es tobt ein Krieg, der religiös-rassistische Funken rund um den Globus versprüht. Einer der größten Brände hat sich im wieder geteilten Deutschland entzündet. Der Protagonist reist aus Hamburg nach Usbekistan. Er hat eine Mission für den freien Westen zu erfüllen, deren Ziel er erst noch finden muss - irgendwo in den kahlen Bergen zwischen Usbekistan und Tadschikistan. In Samarkand schlägt er sein Quartier auf, um sich der Aufgabe anzunähern. Immer in Sichtweite: Das Grabmal Timurs, dem Inbegriff des Kämpfers für ein islamisches Großreich.
An die 25 Jahre hat Matthias Politycki an diesem Roman geschrieben, ist immer wieder in die Region gereist und hat dabei auch einige Berge bestiegen. Im Gespräch erzählt er, warum er ausgerechnet dort die Idee zu diesem politisch durchwirkten Abenteuerroman hatte, wie er damit umging, dass sich die Realität immer mehr an seine Visionen angenähert hat und warum trotz der Konflikte nicht Gewalt die Oberhand hat.

 

Matthias Politycki: Samarkand Samarkand, Hofmann und Campe, 330 S., 19,90 Euro

Filmische Eindrücke zum Buch von der Website des Autors

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