Zweiter Weihnachtsfeiertag Wichtiger Tag für Pferde und Reiter

25.12.2018

Am 26. Dezember finden vielerorts Stephaniritte statt. Dabei wird an den Heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer gedacht.

Stephaniritt in Oberhaching, Landkreis München.
Stephaniritt in Oberhaching, Landkreis München. © Florian Schelle

Oberhaching – Der Stephaniritt findet im Gedenken an den Heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer, statt. Er ist der Schutzpatron der Pferde, Kutscher, Pferdeknechte, Steinmetze, Maurer, Zimmerer, Weber, Schneider, Böttcher & Küfer (Fassbinder). Am Stephanitag wechselten alle Pferdeknechte, Stallburschen und Kutscher, die von ihrer Herrschaft nicht behalten wurden, ihre Arbeitgeber. Meistens findet im Rahmen des Stefaniritts auch eine Pferdesegnung statt, bei der die Pferdebesitzer um Gesundheit ihrer Vierbeiner für das kommende Jahr bitten.

Bekannt ist der Ritt in Oberhaching im oberbayerischen Landkreis München. In schönster Festtagsaufmachung präsentieren sich am 2. Weihnachtsfeiertag Reiter, Pferde, Fuhrwerke und Kutschen. Viele begeisterte Zuschauer verfolgen jedes Jahr den wunderbaren Ritt. Kaltblüter, Warmblüter und Ponys mit prächtigem Zaumzeug empfangen den kirchlichen Segen.

Der Stephaniritt in Oberhaching findet am 26.12. 2018 am Kirchplatz in Oberhaching statt. Start ist um 13.30 Uhr Tisinstraße neben Bäckerei Kuhn.

An der Spitze des Zuges kommt die berittene Polizei. Auch dabei sind Fuhrwerke, die mit den Miniaturen der beiden katholischen Kirchen des Ortes vorbeiziehen. Den Brauch des Stephaniritts kann man in Oberhaching bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Jedoch fand er im 2. Weltkrieg ein plötzliches Ende und wurde danach nur noch sporadisch abgehalten. Erst Mitte der 70er-Jahre lebte die Tradition mit der Gründung des Stephanivereins Deisenhofen wieder auf. Seither können sich in jedem Jahr Ross und Reiter den Segen Gottes erbitten.

Die Autorin
Stefanie Schmid
Radio-Redaktion
s.schmid@st-michaelsbund.de


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