Festgottesdienst in Tuntenhausen Wiedereröffnung der Wallfahrtsbasilika

25.11.2019

Zwei Jahre dauerten die aufwendigen Renovierungsarbeiten an der Basilika. Zur feierlichen Wiedereröffnung gab es sogar Salutschüsse.

Mit einem Festgottesdienst wurde die renovierte Wallfahrtsbasilika in Tuntenhausen wiedereröffnet.
Mit einem Festgottesdienst wurde die renovierte Wallfahrtsbasilika in Tuntenhausen wiedereröffnet. © Kiderle

Mit einem stimmungsvollen Festgottesdienst zu Christkönig hat Kardinal Reinhard Marx die Wiedereröffnung der Wallfahrtsbasilika in Tuntenhausen gefeiert. Hunderte Gläubige kamen dazu in die überfüllte Basilika minor, die wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten von August 2017 bis Palmsonntag 2019 geschlossen war und für rund acht Millionen Euro erneuert wurde.

Er habe „mitgefiebert“, dass das Gotteshaus möglichst bald wieder geöffnet werden konnte, sagte Kardinal Marx der Münchner Kirchenzeitung. „Die Wallfahrt ist ein Ort, wo Menschen neu Kraft finden, und deswegen unterstütze ich das sehr und freu mich darüber, dass es jetzt endlich soweit ist“, so der Erzbischof von München und Freising.

Gott als großes Geheimnis

Zu Beginn der Feierlichkeiten zog der Festzug, den die zahlreichen Ministranten und Kardinal Marx abschlossen, unter Blasmusik einmal um die Kirche und dann in diese ein. Dort segnete der Erzbischof zunächst die neue Orgel und den neuen Ambo. In seiner Predigt warnte Marx vor einer weltweit zunehmenden Instrumentalisierung von Religion für politische und persönliche Zwecke. Wichtig sei es hinzusehen, wie mit Religion umgegangen werde: „Rufen wir damit Hass hervor oder Aufbruch, werden die Menschen dadurch in die Freiheit der Kindschaft Gottes erhoben oder in eine Existenz der Angst niedergedrückt?“ Vielmehr müssten die Menschen den Glauben als Entwicklung und als Weg der Vertiefung verstehen. Es gelte, offen zu bleiben für „Gott als großes Geheimnis“, wie es auch Maria getan habe, sagte der Erzbischof mit Blick auf das Gnadenbild der Muttergottes, das in Tuntenhausen verehrt wird.

Nach dem Festgottesdienst schoss die Gebirgsschützenkompanie Aibling vor der Kirche einen Salut für den Kardinal – auch wenn sich dieser dabei wie viele Besucher die Hände schützend vor die Ohren hielt. Pfarrverbandsleiter Bruno Bibinger schließlich fühlte sich angesichts der prachtvoll renovierten Wallfahrtsbasilika und der zahlreichen Besucher „wie im Himmel“. Er würde sich sehr freuen, „wenn die Pilger auf die Fragen ihres Lebens bei uns Antwort finden.“ (ksc/kbr)

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