Ursulinen verabschieden sich aus Landshut Wirken "für Herz und Hirn"

06.06.2016

350 Jahre lang waren sie die "Gute Seele" Landshuts und bildeten Tausende junger Mädchen aus: Die Ursulinen. Mit einem großen Dankgottesdienst verabschiedeten sich die noch verbliebenen Schwestern nun aus der Stadt.

Mit einem Dankgottesdienst verabschiedeten sich die Ursulinen um Oberin Adrea Wohlfarter (vorne, Vierte von links) aus Landshut. (Bild: René Spanier)) © René Spanier)

Landshut – Mit einem großen Dankgottesdienst verabschiedete Weihbischof Bernhard Haßlberger die Ursulinen aus Landshut. Die Klosterkirche St. Joseph war voll besetzt, was die große Beliebtheit der Schwestern widerspiegelte. 350 Jahre lang wirkten die Ursulinen segensreich in der Stadt. Die 14 verbliebenen Schwestern hatten sich im vergangenen Herbst aber schweren Herzens entschieden, gemeinsam in das katholische Seniorenheim St. Michael nach München zu ziehen (wir berichteten). Wehmütig nahmen auch viele Landshuter Persönlichkeiten und Bürger Abschied von den Ursulinen.

Weihbischof Haßlberger betonte, dass die Schwestern eine schwere Entscheidung getroffen hätten – aber man stehe an ihrer Seite. Haßlberger predigte über Weisheit und Erfahrung, denn auch die Ursulinen hätten in Landshut als Lehrerinnen wichtige Erfahrungen weitergegeben, damit die Schülerinnen ihr Leben meistern konnten. Er lobte das „ganzheitliche Arbeiten der Schwestern für Herz und Hirn“ und dankte für ihr segensreiches Wirken.

Oberin Schwester Andrea Wohlfarter versicherte, dass man im Gebet mit Schule und Stadt verbunden bleibe: „Wir sind Landshuter und bleiben Landshuter, auch wenn wir in München wohnen.“ Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) war voll des Lobes: Die Ursulinen waren für Arme und Kranke da und leisteten hervorragende Arbeit in der Erziehung und Ausbildung von Mädchen. Rampf gab bekannt, dass Oberin Wohlfarter im kommenden Monat die Bürgermedaille verliehen wird.

In eigener Trägerschaft erhält die Erzdiözese die Ursulinen-Realschule und will zudem in den Räumen des Klosters ein kirchliches Bildungszentrum einrichten. (René Spanier)


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