Untersuchungskommission Würzburg: Seminaristen erzählten KZ-Witze

31.07.2013

Studenten des Würzburger Priesterseminars sollen sich KZ-Witze erzählt und den Hitlergruß imitiert haben.

Norbert Baumann (Mitte) stellte den Bericht der externen Untersuchungskommission mit Erzbischof Ludwig Schick (links) und Bischof Friedhelm Hofmann in Würzburg vor (Bild: Markus Hauck/POW)

Das gab der Vorsitzende einer externen Untersuchungskommission, Norbert Baumann, in Würzburg auf einer Pressekonferenz bekannt.

Dabei habe es sich um „völlig inakzeptable und unerträgliche KZ-Witze gehandelt, womit die fabrikmäßige Ermordung unzähliger jüdischer Kinder, Frauen und Männer im Dritten Reich zum Gegenstand von Spott und Hohn gemacht wurde“, sagte Baumann, der Richter beim Oberlandesgericht ist. Ein weiterer Seminarist habe beim Mittagessen nach einem „Neger zum Abräumen“ gerufen. Bei den rassistischen Ausfällen handle es sich aber um Einzelfälle: „Es gab und gibt kein braunes Netzwerk und keinen braunen Sumpf im Priesterseminar Würzburg“, betonte Baumann.

Ende Mai waren öffentliche Vorwürfe laut geworden, dass es im Würzburger Priesterseminar, wo die Diözesen Bamberg und Würzburg ihren Priesternachwuchs ausbilden, rechtsextreme Umtriebe gäbe. Beide Bistümer beauftragten daraufhin eine externe Untersuchungskommission. (gj/es/kna)

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