Requiem für Karl Hillenbrand Würzburger Generalvikar beigesetzt

29.11.2014

Karl Hillenbrand ist am Samstag im Würzburger Domkreuzgang beigesetzt worden. Er war der dienstälteste Generalvikar Deutschlands, 18 Jahre war er im Amt. An der Trauerfeier hat auch der Münchner Kardinal Friedrich Wetter teilgenommen.

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann war Hauptzelebrant beim Requiem für Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand. (Bild: Markus Hauck/POW)

Würzburg - Der verstorbene Würzburger Generalvikar Karl Hillenbrand ist am Samstag im Domkreuzgang beigesetzt worden. Bischof Friedhelm Hofmann würdigte beim Requiem Hillenbrands "theologische Weite, seinen analytischen Verstand und seine aufopferungsvolle Mitarbeit, die ihn bis an den Rand seiner Kräfte führte". Der 64-Jährige habe sich niemals gescheut, auch "heiße Eisen" anzufassen. "Ohne sich zu schonen", habe sich Hillenbrand für die Belange der Mitbrüder, Mitarbeiter sowie aller Menschen in der Diözese und weit darüber hinaus eingesetzt.

Hillenbrand war am 22. November überraschend an einer Hirnblutung gestorben. Er war 18 Jahre im Amt und damit der dienstälteste Generalvikar in Deutschland. Als stellvertretender Vorsitzender des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD) nahm er auf nationaler Ebene Verantwortung für die katholische Kirche wahr.

An der Trauerfeier nahmen zahlreiche Bischöfe teil, darunter der Münchner Kardinal Friedrich Wetter, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der Salzburger Alterzbischof Alois Kothgasser, außerdem der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Hans Langendörfer. Ebenfalls im vollen Dom waren der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) sowie weitere Bundes- und Landtagsabgeordnete.

Engagement über Diözese hinaus

Hillenbrand studierte in Freiburg und Rom Theologie, wo er 1976 auch zum Priester geweiht und promoviert wurde. Nach Jahren in der Seelsorge folgte 1983 seine Ernennung zum Regens des Priesterseminars in Würzburg. Bischof Paul-Werner Scheele ernannte ihn 1996 zum Generalvikar der Diözese Würzburg. Als Kuratoriumsvorsitzender der von Bischof Scheele errichteten Bischöflichen Stiftung "Miteinander für das Leben" setzte sich Hillenbrand bis zuletzt für in Not geratene Frauen und deren Kinder ein.

Hillenbrands kirchliches Engagement reichte weit über die Diözese hinaus. Bekannt war er als Rundfunk-, Fasten- und Festprediger sowie als Referent bei theologischen Tagungen. Außerdem verfasste er theologische Bücher und Aufsätze. Auch an mehreren Synoden war er als Experte beteiligt. Seit 2002 gehörte Hillenbrand dem Verbandsausschuss des VDD an und war seit 2004 dessen stellvertretender Vorsitzender.

#Seit 2002 wirkte er in der neu errichteten Koordinierungskommission Medien im VDD mit, in der die bundesweiten Aktivitäten der kirchlichen Medienunternehmen abgestimmt werden. Für sein Engagement erhielt Hillenbrand unter anderem das Bundesverdienstkreuz. (kna)


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