Sonntagsschutz Zeit-Anker der Woche

11.09.2013

146 Landtags-Kandidaten unterstützen die Ziele der bayerischen Sonntagsallianz: Die Beibehaltung des gesetzlichen Ladenschlusses um 20 Uhr und den Schutz des arbeitsfreien Sonntags. Gerade der Sonntag sei ein notwendiger Anker in der 7-Tage-Woche.

Ladenschlusszeiten in einem Berliner Kaufhaus (Bild: imago)

München - Kurz vor der Landtagswahl hat sich die kirchlich-gewerkschaftliche bayerische Sonntagsallianz energisch zu Wort gemeldet. Parteiübergreifend bat man in den vergangenen zwei Monaten die Politiker um eine verbindliche Positionierung zum Ladenschluss und zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags. Der „Abgeordnetenkontrakt“ umfasst die Beibehaltung des gesetzlichen Ladenschlusses um 20 Uhr, die Eindämmung verkaufsoffener Sonntage und die kritische Überprüfung der Genehmigungen für Sonntagsarbeit.

Insgessamt unterschrieben 146 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Bayern das Positionspapier – darunter durchaus prominente Namen wie Joachim Unterländer und Erwin Huber (beide CSU), Christian Ude (SPD), Huber Aiwanger (Freie Wähler) oder Sebastian Frankenberger (ÖDP) wie die Münchner Kirchenzeitung berichtete. Darauf, so die Aktionsbündnis-Vertreter, wolle man nach der Wahl rekurrieren, zumal in der neuen Legislaturperiode das Thema „Ladenschluss-Gesetz“ für Bayern ganz oben auf der Agenda stehen werde.

„Ladenschlusszeiten takten das Leben“, erklärt Gewerkschaftler Huber Thiermeyer vom Fachbereich Handel Bayern bei verdi. Der Sonntag sei ein „Zeit-Anker“ in der 7-Tage-Woche. Charles Borg-Manché, Präses der LAG Bayern der KAB, warnt nachdrücklich vor einer Aufweichung des Ladenschluss-Gesetzes: „Es muss Zeiten geben, in denen die Jagd nach Profit und Konsum unterbrochen wird“. Ladenschluss sei für ihn Sonntagsschutz: „Wenn der arbeitsfreie Sonntag fällt, bricht die Gesellschaft zusammen.“ (Florian Ertl)

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