Kardinal Woelki weiht Äbtissin Zeremonie mit Seltenheitswert

24.08.2013

Es war eine seltene Zeremonie im Osten Deutschlands. Zudem fand sie an einem ungewöhnlichen Ort statt. Kardinal Woelki hat Schwester Bernadette Pruß als neue Vorsteherin des Benediktinerinnenklosters Alexanderdorf ins Amt eingeführt.

Hauptgebäude des Klosters Alexanderdorf (Bild: Lienhard Schulz/wikipedia)

Die feierliche "Äbtissinnenweihe" erfolgte in einer ehemaligen Scheune. Die einstige Lagerhalle wurde zum Gotteshaus, nachdem die Ordensfrauen das Kloster vor bald 80 Jahren in einem früheren Gutshof gegründet hatten. Heute ist die Abtei Sankt Gertrud eine der größten Ordensniederlassungen in den neuen Bundesländern.  Hier leben 26 Schwestern sowie zwei Novizinnen, die das Ordensleben auf Probe kennenlernen.

Zusammen mit mehreren hundert Gästen aus ganz Deutschland versammelten sie sich zu dem Gottesdienst mit dem Berliner Erzbischof. Gewählt hatte der Konvent seine neue Leiterin bereits im Mai, nachdem Ursula Schwalke (73) nach 13-jähriger Amtszeit altersbedingt zurückgetreten war. Seither übernimmt Schwester Bernadette Pruß die Aufgaben.

Eine "Äbtissinnenweihe" ähnelt einer Bischofsweihe. Sie ist aber keine sakramentale Weihe nach katholischem Verständnis, sondern eine feierliche Segnung. Dabei übergab Woelki der Äbtissin die Regel ihrer Ordensgemeinschaft und ein Brustkreuz als Amtszeichen.

Bernadette Pruß wurde in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Augenoptikerin und einigen Jahren Berufspraxis trat sie 1989 in das Kloster Alexanderdorf ein. Von 1995 bis 2000 absolvierte sie in Erfurt ein Theologiestudium, das sie mit dem Diplom abschloss. Anschließend war sie Novizenmeisterin und seit 2010 Priorin. Außerdem arbeitete sie in der Küche und in der Bibliothek. (kna/kas)

 

 

 

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