Pfarrer Walter Waldschütz-Stiftung Zu Besuch bei Freunden

27.09.2019

Die Pfarrer Walter Waldschütz-Stiftung unternahm eine Bildungs- und Begegnungsreise nach Südamerika. Seit vielen Jahren fördert die Stiftung den Auf- und Ausbau der Kolpingaktivitäten in der Provinz Misiones in Argentinien zugunsten der Ärmsten der Armen.

Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch der Wasserfälle von Iguazu. Die Fälle liegen im Dreiländereck Argentinien, Brasilien und Paraguay.
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch der Wasserfälle von Iguazu. Die Fälle liegen im Dreiländereck Argentinien, Brasilien und Paraguay. © privat

Die Flüsse Paraná und Iguazu stürzen tosend über eine 60 Meter hohe Felskante in 275 Einzelkatarakten auf einer Breite von 2,5 Kilometern hinab in den atlantischen Regenwald. Der Besuch der Wasserfälle von Iguazu im Dreiländereck Argentinien, Brasilien und Paraguay bildete einen der Höhepunkte der Südamerika-Bildungs- und Begegnungsreise von 30 Teilnehmern im Alter von 17 bis 82 Jahren aus dem Oberland mit der Pfarrer Walter Waldschütz-Stiftung. Auch Monsignore Walter Waldschütz war selbstverständlich mit dabei. Seit mehr als 15 Jahren hilft die Stiftung, den Auf- und Ausbau der Kolpingsaktivitäten in der Provinz Misiones in Argentinien zugunsten der Ärmsten der Armen voranzutreiben und zu erweitern. Engagiert sind viele Helferinnen und Helfer des Kolpingbezirksverbandes Bad Tölz- Wolfratshausen-Miesbach und aus dem Pfarrverband Holzkirchen.

Das erste Ziel war nach 13 Stunden Flug die Hauptstadt Buenos Aires. In der dortigen Kathedrale wirkte der Jesuit Jorge Mario Bergoglio vor seiner Wahl zu Papst Franziskus als Erzbischof. Die Kolpingsfamilie von Quilmes, ein Stadtteil von Buenos Aires, bereitete den deutschen Gästen einen freundlichen Empfang und stellte ihnen ihre Bildungsprojekte vor. Quilmes ist berühmt für sein dortiges gebrautes „Quilmes Bier“.

Feuerwehrfahrzeuge aus dem Oberland

Nach drei spannenden Tagen brachte ein Fernreisebus die Reisenden in die circa 1.000 Kilometer entfernte nördliche Provinz Misiones, in das Städtchen Puerto Rico. Bei einem Abstecher besichtigte man die Jesuitenreduction „San Ignacio“. Hier haben die Jesuiten im 15. Jahrhundert die Indianer sehr behutsam an die christliche und europäische Lebensweise herangeführt. Der Empfang der Gruppe im Kinderdorf „Hogar Jesús Niño“ von den Kindern, den Hausmüttern und der Vorstandschaft war sehr herzlich. Die Feuerwehren präsentierten stolz ihre gepflegten Fahrzeuge aus Hausham, Gmund und Otterfing und die Kolpingsfamilien dieser Orte brachten den Gästen ihre Bildungsprojekte nahe. Der Bürgermeister und Vertreter des Stadtparlaments von Puerto Rico würdigten Monsignore Walter Waldschütz für sein Kindergartenprojekt mit einer Ehrengastbescheinigung. Zum 30-jährigen Bestehen des Kinderdorfes gab es zudem ein Gala-Dinner.
Professor Celso Limberger erklärte seine nachhaltigen Projekte mit den Guarani Indianern und ermöglichte den Gästen die unmittelbare Begegnung mit den Indianern im tropischen Regenwald. Den Abschluss der Reise bildete schließlich der Besuch von Rio de Janeiro in Brasilien. (rei/mk)

Am Freitag, 27. September, lädt die Pfarrer Walter Waldschütz-Stiftung um 19 Uhr zu einem „Argentinischen Abend“ in das Quirinal (Seestraße 23) in Tegernsee ein.


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