Leserfahrt der Münchner Kirchenzeitung Zusammen ist es schöner

07.06.2018

Alte Bekannte und neue Gesichter bei der Frühjahrs-Leserfahrt der Münchner Kirchenzeitung zur malerisch gelegenen Wallfahrtskapelle Maria Birkenstein, nach Fischbachau und an den Schliersee.

Gute Stimmung bei den Teilnehmern nicht nur in Maria Birkenstein © Kiderle

Fischbachau – Als letzter Passagier husche ich in den Bus. „Guten Morgen“, begrüße ich die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der MK-Leserfahrt, während ich mich durch den Gang zwänge und in so viele freundliche und gespannte Gesichter schaue. In der vorletzten Reihe finde ich Platz. Schnell komme ich mit Reinhold Schmal ins Gespräch. Der 74-Jährige fährt zum ersten Mal mit. „Ich möchte da mal reinschnuppern“, lächelt er, „außerdem war ich noch nicht in Maria Birkenstein, da freue ich mich schon drauf.“ So wie viele andere im Bus. Die Frühjahrs-Leserfahrt führt uns zur malerisch gelegenen Wallfahrtskapelle Maria Birkenstein, nach Fischbachau und an den Schliersee.
„Ja, das ist eine so schöne Fahrt in eine so schöne Landschaft“, freut sich auch Maria Albrecht, die hinter uns sitzt. Sie war schon mehrfach mit an Bord, „ich lese die MK ja schon ewig“. Während wir uns im hinteren Busteil über viele Themen unterhalten, zieht die Stadt an uns vorbei, und bald darauf saftige Wiesen und kleinere Berge. Der erste Stopp: Maria Birkenstein, seit über dreihundert Jahren ein bekannter Wallfahrtsort. Schwester Eresta von den Armen Schulschwestern empfängt uns mit ihrem singenden Bayerisch: „Is immer so schee, wenn Ihr furtfahrt’s?“ Fasziniert lauscht die Gruppe der Schwester, während die Blicke immer wieder durch diese selten schöne Rokoko-Kapelle schweifen, an den über 90 Engelsfiguren, den zahlreichen Votiv-Tafeln, dem blauen Gewölbe mit dem barocken Sternenhimmel hängenbleiben und, natürlich, an der Muttergottes inmitten des kulissenartigen Hochaltar-Aufbaus. Schwester Eresta, die seit 58 Jahren Wallfahrer in Birkenstein begrüßt, erklärt Entstehung und Aufbau der Kapelle – gespickt mit witzigen Anekdoten, wortgewaltig, tiefgläubig.

"Absolut authentisch"

 

 

 

Schwester Eresta erzählt mitreißend die Entstehung der Kapelle Maria Birkenstein. © Kiderle

„Die Schwester ist so mitreißend und begeisternd“, schwärmt Ulrike Säcker. Maria Albrecht stimmt zu: „Sie ist in ihrem Element und absolut authentisch.“ Als wir wieder im Bus sitzen, meint Agnes Oehl, Schwester Eresta habe sie „gefesselt“, sie „kommt an“. Reinhold Schmal ist gerade etwas stiller und verrät, er habe der Muttergottes „viel danke sagen müssen“, dass er nach einer Krankheit noch am Leben sei. Für Grübeln bleibt wenig Zeit – schon sitzen wir in der Pfarrkirche St. Martin in Fischbachau, eine über 900 Jahre alte romanische Basilika, in deren Hauptschiff Szenen des Heiligen Martin dargestellt sind. „Eine wunderschöne Kirche, so wunderbar gestaltet“, freut sich Heidemarie Müller. Ein kunsthistorisches Barock-Schmuckstück ist die Kirche St. Sixtus in Schliersee, unser letzter Stopp. Erbaut im frühen 18. Jahrhundert, gibt es auch hier viel zu entdecken: sieben Seitenaltare sowie Stuckaturen und Deckenfresken von Johann Baptist Zimmermann.
Auf der Rückfahrt tauschen die Teilnehmer ihre Eindrücke aus. Maria Albrecht, die schon seit vielen Jahren mitfährt, weil sie die „informativen und gut organisierten Fahrten“ schätzt, hat besonders Fischbachau gefallen. „Ich fahre so gerne mit“, meint Ingrid Fohmann, „es ist alles schöner, wenn man es in Gemeinschaft erlebt.“ Die 88-Jährige zählt zu den „Stammgästen“ der MK-Leserfahrt. Und wie hat es unserem Neuzugang, Reinhold Schmal, gefallen? Er lächelt. Es habe ihm sehr gut gefallen, weil er so viele neue, schöne Eindrücke gewonnen habe. Und: „Ich hab mich um nichts kümmern müssen, bin mal rausgekommen und war unter Menschen.“ Die MK-Leserfahrt könne er also nur jedem empfehlen. Ein Lob, das Organisatorin und Reiseleiterin Ingrid Mattelé besonders gefreut haben dürfte.

Die Autorin
Susanne Hornberger
Münchner Kirchenzeitung
s.hornberger@st-michaelsbund.de


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