Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit Zwei Salesianer Don Boscos legen zeitliche Profess ab

10.09.2019

Die Novizen Martin Böing und Melad Elia haben vergangenen Sonntag am Geburtsort des Heiligen Don Boscos nahe Turin dem Orden ihr Verprechen gegeben.

Haben ihre zeitliche Profess abgelegt: Martin Böing und Melad Elia
Haben ihre zeitliche Profess abgelegt: Martin Böing und Melad Elia © Norbert Schützner SDB

München – Zwei Novizen der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos haben ihre zeitliche Profess abgelegt. Dabei handelt es sich um den 42-jährigen Martin Böing und den 22-jährigen Melad Elia, wie der Orden am Montag in München mitteilte. Beide hätten ihr Versprechen am Sonntag in der Basilika am "Colle Don Bosco", dem Geburtsort des Heiligen in der Nähe von Turin, gegeben. Auf drei Jahre verpflichteten sie sich, nach den Evangelischen Räten – Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit – zu leben.

"Antwort auf die Liebe Gottes"

Der gebürtige Iraker Elia lernte den Orden in Istanbul kennen, wo er dreieinhalb Jahre lebte, wie es heißt. Damals habe er sich intensiv mit seinem Glauben auseinandergesetzt. "Diese radikale Entscheidung, Salesanier Don Boscos zu werden, ist hauptsächlich eine Antwort auf die Liebe Gottes, die ich erlebt habe und weiterhin erlebe", sagte Elia. Auch Böing, der aus Neuenkirchen im Kreis Steinfurt, erklärte, er habe schon sehr früh bei Gott ein "Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit" erlebt. Er studierte Erziehungswissenschaften und war in der Straßensozialarbeit für junge Menschen tätig. 2009 entschied er sich für ein Theologiestudium und letztlich für den Orden.

Einer der größten katholischen Männerorden

Die beiden Salesianer werden laut Mitteilung nach Benediktbeuern wechseln und dort im Aktionszentrum, einer Jugendbildungsstätte des Ordens, mitarbeiten. Böing werde zudem im Jugendpastoralinstitut Don Bosco tätig sein. – Die Salesianer Don Bosco zählen mit etwa 15.300 Mitgliedern in 132 Ländern nach eigenen Angaben zu den größten Männerorden der katholischen Kirche. Zur Deutschen Provinz gehören rund 240 Ordensmitglieder, die sich an rund 30 Standorten in Deutschland, der deutschsprachigen Schweiz und in der Türkei zusammen mit etwa 2.000 angestellten Mitarbeitern sowie vielen Ehrenamtlichen dafür einsetzen, dass das Leben junger Menschen gelingt. (kna)

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